
Zwei neue Deals und eine neue Website
Zwei neue Deals und eine neue Website

Till Wahnbaeck
Gründer & CEO
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Liebe Impacc-Freunde,
von wegen Sommerloch. Bei Impacc ist in den vergangenen Monaten einiges passiert: Wir haben zwei neue Investments abgeschlossen: unsere erste Beteiligung in der Kreativwirtschaft, auf die wir schon lange ein Auge geworfen hatten; unser erstes Fintech, das Unternehmen leichter Kredite zum Wachsen vermittelt; und eine neue Website, die unsere Arbeit besser erklärt. Aber die Startups zuerst:
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HustleSasa: Was ein Konzert mit Jobs zu tun hat
Die Kreativwirtschaft wird in Afrika oft unterschätzt. Peng Chen sieht das anders. Wir auch. Und deshalb haben wir in sein Unternehmen HustleSasa investiert, eine digitale Ticket-Plattform.
Es gibt so viel kreatives Talent in Afrika – und so wenig Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen. Genau dafür hat Peng HustleSasa gegründet.
Die Plattform hilft bei großen Festivals mit 15.000 Besuchern, aber auch bei einem kleinen Pop-up-Event oder beim ersten Modeverkauf einer 18-jährigen Gründerin. Im vergangenen Jahr hat HustleSasa rund eine halbe Million Tickets für mehr als 2.000 Veranstaltungen verarbeitet. Nach Pengs Berechnungen entsteht ungefähr 1 Gig-Job pro 10 verkaufte Tickets, etwa bei der Sicherheit, am Einlass, im Catering, beim Bühnenbau oder in der Technik. Unsere Methodik zählt natürlich keine Ein-Tages-Jobs, sondern einen Job erst dann, wenn er über 12 Monate besteht. Trotzdem wird deutlich, wie viele Einkommensmöglichkeiten entstehen können, wenn eine funktionierende digitale Infrastruktur die Kreativwirtschaft wachsen lässt.
Abgesehen davon, dass Peng ein klasse Typ ist und sein Geschäft wirklich funktioniert, freut mich eine Sache besonders: dass wir jetzt in der Kreativwirtschaft aktiv sind. Landwirtschaft und Gesundheit – die zwei Säulen unseres Portfolios – bleiben wichtig; aber sie zahlen eben doch leicht aufs alte Narrativ von Afrika ein: Es herrscht dort Hunger und Krankheit, „die Leute brauchen das“. Bei HustleSasa geht es nicht ums „Brauchen“, sondern ums „Wollen“ – das Interesse an Kultur ist enorm. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, aus diesem Interesse Jobs, Einkommen und Würde zu schaffen.
Alles Grund genug, die Unterschrift bei einem chinesischen Feuertopf zu feiern (das nächste Mal weiß ich, was sich hinter den dunkelroten Soßen verbirgt, und mache denselben Fehler nicht noch einmal).

Celebrating our signing with the HustleSasa team in Nairobi
Flowt: Damit gute Unternehmen nicht am fehlenden Kredit scheitern
Und noch ein Deal: Flowt Intelligence. Flowt adressiert ein weitverbreitetes Problem: Ein Unternehmen kann ein gutes Geschäftsmodell und echte Wachstumsmöglichkeiten haben und trotzdem nicht an das Kapital kommen, das es dafür braucht. Oft liegt es nicht daran, dass das Unternehmen nicht kreditwürdig wäre. Der Nachweis dafür ist nur zu langsam, zu teuer und zu wenig auf die Realität afrikanischer Unternehmen zugeschnitten. Wer noch keinen CFO hat, der alle Berichte liefern kann, fällt oft durchs Raster.
Flowt baut einen Marktplatz, der afrikanische Unternehmen mit Kreditgebern verbindet. Der entscheidende Teil liegt in der Vorbereitung: Ein Unternehmen verbindet seine Buchhaltungssoftware mit Flowt. Die Plattform analysiert die Finanzdaten und erstellt innerhalb weniger Stunden ein klareres Bild davon, wie viel Finanzierung sinnvoll sein könnte und warum. Für Kreditgeber wird die Entscheidung einfacher. Und für Unternehmen mit einem guten Geschäftsmodell öffnet sich eine Tür, die bisher oft verschlossen blieb.
Für uns eine eher ungewöhnliche Investition, weil wir in einer sehr frühen Phase einsteigen – aber Flowt passte einfach zu gut zu unserem Portfolio, denn so können wir auch unsere eigenen Beteiligungen mit Darlehen versorgen. Und es scheint zu funktionieren, denn seit der Unterschrift hat Flowt mit unserem Geld schon die ersten drei Darlehen vermittelt und ausgezahlt.

Flowt und Impacc: noch passen wir (fast) alle auf ein Sofa
Eine neue Haustür für Impacc
Wir haben grade unsere Website neu gebaut. Ich habe gemerkt, dass ich doch eine beängstigend starke Meinung zu Buttons, Schriften und zum exakten Orangeton habe. Am Ende muss die Seite trotzdem mehr können, als gut auszusehen – dafür hatten wir zum Glück meinen Kollegen Kristian Munsche.
Die neue Website soll Gründern, Spendern und Partnern leichter erklären, wie Impacc arbeitet, wie unser Modell funktioniert und warum Arbeitsplätze im Zentrum unserer Arbeit stehen. Vor allem bekommen die Geschichten hinter den Zahlen mehr Platz: die Menschen, die in schwierigen Märkten Unternehmen aufbauen, die Teams hinter ihnen und die Unterstützer, die mit ihren Spenden den Kreislauf am Laufen halten.
Wir planen einen leisen Start und keine große Kampagne. Das passt ganz gut. Die Website ist eine neue Eingangstür. Dahinter bleibt die Arbeit dieselbe: gute Gründer finden, geduldig investieren und Unternehmen dabei helfen, Arbeitsplätze mit Perspektive zu schaffen. Ihr seid die Ersten, die sie sich hier schon einmal ansehen können: www.impacc.org. Feedback bitte immer gerne.

Der Impacc Kreislauf, nachzulesen unter www.impacc.org
Alles Gute von uns allen bei Impacc,
Till
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